Weltkriegsbombe entdeckt – Berlin droht am 20 April Verkehrschaos

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Wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg muss am Freitag in Berlin mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.

Die Polizei bestätigte am Dienstagabend, dass aller Voraussicht nach am Vormittag eine Bombe entschärft werden soll, die bei Bauarbeiten in der Nähe des Hauptbahnhofes entdeckt wurde. Der genaue Plan stehe noch nicht fest. Klar sei nur: «Es wird groß, und es wird lästig», sagte ein Polizeisprecher.

Weltkriegsbombe entdeckt – Berlin droht am 20 April Verkehrschaos

Deutsche Bahn stellt sich auf Behinderungen im Bahnverkehr ein. «Wir gehen von Beeinträchtigungen aus, wie das genau geregelt wird, das klärt sich noch», sagte ein Sprecher. In ihrem Twitter-Kanal kündigte die Polizei an, dass ein 800-Meter-Sperrkreis um den Fundort an der Heidestraße eingerichtet wird. Innerhalb des Sperrkreises müssen aus Sicherheitsgründen am Freitag bis 9 Uhr alle Gebäude geräumt werden. Auch der Hauptbahnhof liegt teilweise innerhalb des Sperrkreises. Der Zugverkehr wird deshalb am Freitag ab 11.30 Uhr im und um den Hauptbahnhof eingestellt, schon ab 10 Uhr fahren die Züge ohne Halt durch.

Ab 9 Uhr wird für die Entschärfung der britischen 500-Kilo-Fliegerbombe ein Sperrkreis mit 800 Metern Radius eingerichtet. Etwa 120 Polizisten sind dafür im Einsatz. Am Freitag ab 11.30 Uhr wird der Bahnverkehr eingestellt, Tram und Flughafenbus fahren nicht zum Hauptbahnhof. Alle betroffenen Anwohner werden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Sammelunterkünfte werden in der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule an der Quitzowstraße und der Grundschule Neues Tor an der Hannoverschen Straße eingerichtet.

Ab 10 Uhr halten keine Züge mehr, ab 11.30 Uhr wird der Zugverkehr komplett eingestellt. Die Straßenbahnlinien M5, M8 und M10 enden am Naturkundemuseum. Der Flughafenbus TXL hält nicht zwischen Brandenburger Tor und Turmstraße. Die U-Bahn-Linie 55 wird während der Räumung eingestellt.