Walter Gauks und Salahdin Koban und ihr Schach-Erlebnis beim TuS Makkabi Berlin

Ansprechperson des Berliner Senats für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene Walter Gauks und Salahdin Koban besuchten im Februar die Judische Gemeinde und die Schachabteilung von TuS Makkabi in der Oranienburger Strasse. Walter und Salahdin trafen sich mt dem renommierten Schach-Trainer Grigori Gorodetski. Unter Leitung von Gorodetski hat sich bei TuS Makkabi Berlin in den letzten Jahrzehnten ein regelrechter Schach-Boom entwickelt. Gleich sechs TuS Makkabi Berlin Schachspieler holten für Deutschland den Europameistertitel.

Grigori Gorodetski wurde in Weißrussland geboren und kam Anfang der 90-er Jahre aus Lettland nach Deutschland. Nach vielen Jahren als aktiver Schachspieler begann Gorodetski, an der Jüdischen Schule in Berlin, die seine Tochter damals besuchte, Schachunterricht zu geben. Erste Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Nach dem Vize-Meister Titel bei den Berliner Schulermeisterschaften, folgte der erste Siegerpokal.

Mitte der 90-er Jahre gründete er die Schachabteilung von TuS Makkabi Berlin. Die größten Erfolge feierte er zusammen mir anderen Trainern und mit seinen Spielern in den Jahren 2009-2012, als TuS Makkabi Berlin viermal in Folge Deutscher Meister wurde. Mannschaft U12 des TuS Makkabi Berlin wurde im Jahr 2009 zum ersten Mal Meister bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften. Es folgten drei weitere Titel in den Altersklassen U12 und U14.

Im Februar 2024 zeigt Grigori stolz die Meister-Pokale und erzählt über die Vereinserfolge der letzten Jahre. Mittlerweile stehen in dem Klub-Raum mehr als 100 Pokale. Man merkt sofort – in diesem Raum wurde Berliner Sportgeschichte geschrieben. In den letzten Jahrzehnten ist die Schachabteilung von TuS Makkabi Berlin zu einem Treffpunkt von mehreren Generationen geworden. In einemTeam spielen mittlerweile Kinder mit ihren Eltern und Großeltern zusammen. Sport verbindet nicht nur Kulturen und Nationen, sondern auch Generationen.

Walter Gauks und Salahdin Koban zeigten sich beeindruckt über die Erfolgen der Schachabteilung des Vereins TuS Makkabi Berlin. Es wurde mir Grigori auch über eine mögliche Durchführung von einem internaionalen Schachturnier in Berlin besprochen. Auch einzelne Simultanschach Events und Angebote standen bei dem Gespräch im Raum. Bei diesem Treffen stand aber nicht nur Schach im Mittelpunkt, sondern auch viele aktuelle Berliner Themen. Grigori hatte einige wichtige Themen des Vereins- und Turnierlebens erläutert. Es sind in den letzten zwei Jahren auch viele Kinder und Erwachsene aus Ukraine bei den Schach-Events dabei gewesen. Auch hier kommt die verbindende Rolle des Sports zum Tragen. Walter Gauks hatte mit dem Schachtrainer auch andere wichtige Themen, wie z.B. Härtefallfonds für Jüdische Kontingentflüchtlinge und Deutsche aus Russland angesprochen. Auch die Entwicklung des Ehrenamts spielt im Sport eine wichtige Rolle.

Walter Gauks wurde in diesem Jahr Ansprechperson des Berliner Senats für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene. In seiner Rolle als Ansprechpartner und Sprachrohr wird er mit den Trägern der Vertriebenen- und Spätaussiedlerarbeit sowie den Verbänden der Deutschen aus Russland und dem postsowjetischen Raum zusammenarbeiten und diese bei ihren vielfältigen Aktivitäten unterstützen.

Dmitrij Grebenschikow
DG-News