Jens Spahn zu Telemedizin in Deutschland

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Jens Spahn, CDU-Gesundheitsminister, am 8 Mai bei n-tv dazu, was er anders als sein Vorgänger Gröhe machen möchte und warum andere Länder weiter sind was z.B. zentrale Patientendaten angeht:

„(…) Wir haben die sogenannte Telematikinfrastruktur aufgebaut, das heißt, dass wir ein sicheres Netz zwischen Arztpraxen, Krankenhäusern und Krankenkassen haben. Jetzt müssen wir nur sehen, dass es auch Anwendungen gibt, die die Versorgung spürbar besser machen für Arzte und Patienten. Zum Beispiel die elektronische Gesundheitskarte, zum Beispiel das elektronische Rezept. Da finde ich ärgerlich, dass – und das ist nicht die Schuld des Ministers, sondern derjenigen, die es entwickeln sollten – wir bislang nichts sehen. Und ich möchte mir jetzt ansehen, was wir beschleunigen können. Ärzte und Patienten müssen spüren, dass das Digitale ihr Leben nicht nur sonst leichter macht, sondern auch im Gesundheitswesen.“

Dazu, auf welchem Gebiet es sinnvoll ist, ärztliche Beratung online durchzuführen:

„Ganz klassisch zum Beispiel die Online-Sprechstunde. Studien sagen, 50 bis 70 Prozent der Arztkontakte mit dem Patienten sind einfache Fragen, um etwas zu klären, um mal schnell was abchecken zu lassen, um ein Folgerezept auszustellen. Da kann für den Patienten viel Weg und Fahrtzeit, aber auch Wartezeit im Wartezimmer gespart werden, wenn das online geht. Andersrum hat der Arzt dann mehr Zeit für die Patienten, die tatsächlich auch mehr Aufmerksamkeit brauchen. Die Online-Sprechstunde als ein zusätzliches Angebot, flächendeckend und auch im ländlichen Raum, kann helfen, die Versorgung besser und effizienter zu machen. Wer zum Arzt direkt gehen will, soll das natürlich auch tun können.“

Wie er zum Vorwurf der Stiftung Patientenschutz zum Thema Telemedizin steht:

„Es geht ja genau darum, dass mehr Zeit für Pflegebedürftige und Schwerkranke ist, indem wir in den Situationen, in denen es auch online und digital geht, es dann auch schneller möglich machen. Es geht darum mehr Zeit für diejenigen zu haben, die mehr Zeit brauchen. (…) Eins ist klar: Entweder wir gestalten das hier in Deutschland mit Ärzten, den Pflegekräften und mit der Politik zusammen oder Apple, Google und andere amerikanische Konzerne werden es machen. Und ich möchte, dass wir das in Deutschland lösen.“

SPAHN, CDU-GESUNDHEITSMINISTER, ZUR TELEMEDIZIN: „ENTWEDER WIR GESTALTEN DAS IN DEUTSCHLAND ZUSAMMEN ODER APPLE, GOOGLE UND ANDERE AMERIKANISCHE KONZERNE WERDEN ES MACHEN.“

Jens Spahn zu Telemedizin in Deutschland

Jens Spahn, CDU-Gesundheitsminister, heute bei n-tv dazu, was er anders als sein Vorgänger Gröhe machen möchte und warum andere Länder weiter sind was z.B. zentrale Patientendaten angeht

Jens Spahn

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Foto: MG RTL D