100 Jahre Oktoberrevolution – Die Folgen für die Deutschen aus Russland – Programm

Das Jahr 2017 ist das Jahr des 100. Jubiläums der russischen Oktoberrevolution. Dieses historische Ereignis hatte epochale Konsequenzen für Russland und die Welt. Welche Folgen hatte es für die russlanddeutsche Volksgruppe in Russland? Dieser Frage widmet sich die Tagung.

Seit einigen Jahren führt die Deutsche Gesellschaft e. V. Tagungen und weitere Veranstaltungen gemeinsam mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und deren Jugendorganisation durch. Dabei thematisieren wir aktuelle Fragen der Integration und der Rolle der Deutschen aus Russland als Brückenbauer in gegenwärtigen staatlichen Beziehungen. Außerdem begehen wir historische Gedenktage wie im letzten Jahr zum 75. Jahrestag der Deportation der Russlanddeutschen.

Ziel der diesjährigen Tagung „100 Jahre Oktoberrevolution – Die Folgen für die Deutschen aus Russland“ ist es, die Frage der Folgen der russischen Oktoberrevolution für die russlanddeutsche Volksgruppe zu beleuchten und mit Historikerinnen und Historikern sowie weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, aber auch mit Vertreterinnen und Vertretern der russlanddeutschen Volksgruppe zu diskutieren. Dabei kommen auch junge Deutsche aus Russland zu Wort.

Programm

Donnerstag, 07.09.2017

9:00 Uhr Anmeldung und Registrierung

Begrüßung

– Dr. Robert Grünbaum, Stellvertretender Geschäftsführer der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

– Dr. Andreas H. Apelt, Bevollmächtigter des Vorstandes, Deutsche Gesellschaft e. V.

– Heinrich Zertik MdB, Bundesreferent für politische Bildung der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Gesellschaft e. V.

Themenblock I: Die Russlanddeutschen und die Folgen der Oktoberrevolution

10:30 Uhr Impulsvortrag: György Dalos, Autor des Buchs „Geschichte der Russlanddeutschen. Von Katharina der Großen bis zur Gegenwart“

11:00 Uhr Podiumsdiskussion mit:
– György Dalos
– Dr. Katharina Neufeld, ehemalige Leiterin des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte Detmold
– Prof. Dr. Joachim Tauber, Direktor, Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e. V. an der Universität Hamburg
– Moderation: Gemma Pörzgen, Journalistin

12:30 Uhr Mittagspause

Themenblock II: Die nationale und kulturelle Entwicklung der Russlanddeutschen

13:30 Uhr Impulsvortrag „Was brachte die bolschewistische Machtübernahme im Oktober 1917 den deutschen Siedlern im Russischen Reich?“: Dr. Viktor Krieger, Lehrbeauftragter am Historischen Seminar, Universität Heidelberg

14:00 Uhr Podiumsdiskussion mit:
– S.E. Wladimir M. Grinin, Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Russischen Föderation (angefragt)
– Dr. Viktor Krieger
– Markus Meckel, Außenminister a.D., Stiftungsratsvorsitzender, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
– apl. Prof. Dr. phil. Matthias Weber, Direktor des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE)
– Moderation: Tamina Kutscher, Chefredakteurin bei ʻdekoderʼ

15:30 Uhr Kaffeepause

Themenblock III: 100 Jahre danach – Was bedeutet die Oktoberrevolution für die junge Generation der Russlanddeutschen?

16:00 Uhr Impulsvortrag: Walter Gauks, Bundesvorsitzender der Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

16:30 Uhr Podiumsdiskussion mit:
– Georg Dege, Mitglied des Arbeitskreises Junge Integrationspolitiker der Konrad-Adenauer-Stiftung, Mitglied des Vereins Freunde Kants und Königsbergs e. V.
– Helena Goldt, Sängerin, Kulturbotschafterin der Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland
– Julia Gorr, Schauspielerin
– Moderation: Gemma Pörzgen

18:00 Uhr Musikalische Darbietung: Helena Goldt & Sputniki

Freitag, 08.09.2017

9:00 Uhr Anmeldung und Registrierung

Themenblock IV: Vergangenes erinnern, Zukunft wagen

10:00 Uhr Impulsvortrag: Dr. Dmytro Myeshkov, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e. V. an der Universität Hamburg

10:30 Uhr Podiumsdiskussion mit:
– Dr. Dmytro Myeshkov
– Waldemar Eisenbraun, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland
– Dr. des. Marit Cremer, Leiterin der Geschäftsstelle, Memorial Deutschland, Projektleiterin „Das Trauma der Deportation der Russlanddeutschen in der Sowjetunion. Rückkehr und Nichtrückkehr – die zweite Generation“
– Olga Martens, Herausgeberin „Moskauer Deutsche Zeitung“
– Moderation: Tamina Kutscher

12:00 Uhr Schlusswort

12:15 Uhr Ende der Tagung

Kontakt

Jan Roessel

Voßstraße 22, 10117 Berlin

030/ 88 412 251

jan.roessel@deutsche-gesellschaft-ev.de