WDR 2 zur Kritik an Video „Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau“

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Zum im Netz vielfach kritisierten Satire-Video „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ bietet WDR 2 eine Sendung mit Publikumsbeteiligung an. Darin stellt sich WDR 2 Chef Jochen Rausch stellvertretend für die Redaktion einer sachlichen Kritik und Fragen: „Ich kann den Ärger und die verletzten Gefühle vieler Menschen nachvollziehen und bedauere das. Ich möchte mich gerne in einer sachlichen Diskussion über das Thema mit den Kritikern auseinandersetzen.“

Ein von WDR 2 produziertes Video, in dem ein Kinderchor eine satirischen Verfremdung des Liedes „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ singt, hatte starke Kritik im Netz ausgelöst. Da das Satire-Video ganz offensichtlich auch bei vielen Menschen Gefühle verletzte, hat die Redaktion das Video bei Facebook gelöscht, dies auch begründet und sich für die missglückte Aktion entschuldigt.

So singen die Kinder: „Meine Oma fährt mit ’nem SUV beim Arzt vor, überfährt dabei zwei Opis mit Rollator“ – grinsen dabei in die Kamera. Als Refrain wird ständig wiederholt „Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau“. Die Melodie des auf Facebook verbreiteten Songs entspricht dem Kinderlied-Klassiker „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“.

Am Ende des Videos sieht man Chormädchen mit ernstem Blick die Lippen bewegen und hört die Stimme der Umweltaktivistin Greta Thunberg: „We will not let you get away with this“ (Wir lassen Euch damit nicht davon kommen).

Armin Laschet und der CDU-Politiker Ruprecht Polenz kritisierten, Kinder würden in der Klimaschutzdebatte von Erwachsenen instrumentalisiert. Der WDR habe mit dem Lied „Grenzen des Stil und des Respekts gegen über Älteren überschritten“, twitterte Laschet. „Jung gegen Alt zu instrumentalisieren ist nicht akzeptabel.“ Den Vorwurf, die beteiligten Kinder seien missbraucht worden, wies der WDR zurück. „Wir bedauern, dass offenbar dieser Eindruck vereinzelt entstanden ist.“