Verbraucher Informationen – Thema Fake Shop – Corona April 2020

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Gemeinsame Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung und der Verbraucherzentrale Berlin.

Die Verbraucherzentrale Berlin und Berlins Verbraucherschutzsenator Dr. Dirk Behrendt rufen Verbraucherinnen und Verbraucher zu mehr Vorsicht in Zeiten von Corona auf. In den vergangenen Wochen sind in der Verbraucherzentrale Berlin vermehrt Anfragen im Zusammenhang mit unseriösen Angeboten eingegangen.

Hierzu erklärt Verbraucherschutzsenator Dr. Dirk Behrendt:
„Offenbar gibt es Menschen, die in Zeiten von Corona bewusst die Unsicherheit der Verbraucherinnen und Verbraucher ausnutzen. Egal ob Enkeltrickbetrug oder Fake-Shops im Internet, Verbraucherinnen und Verbraucher sollten gerade in Zeiten vonCorona besonders wachsam sein.“

Hierzu erklärt Dörte Elß, Vorstand der Verbraucherzentrale Berlin:
„Verbraucherinnen und Verbraucher sollten besonders vorsichtig sein, wenn Anrufer Druck aufbauen, auch wenn sie sich als Mitarbeiter der Verbraucherzentrale ausgeben und im Display die Nummer der Verbraucherzentrale angezeigt wird. Die
Verbraucherzentrale ruft niemanden unaufgefordert an oder holt Bargeld oder
Wertgegenstände ab.“

Hintergrund und Beispiele:
Die Verbraucherzentrale Berlin hat in den vergangenen Wochen vermehrt Anfragen zum Thema Fake-Shops erhalten. Berlinerinnen und Berliner hatten beipielsweise Schutzmasken bestellt, diese aber nie erhalten. Informationen zum Thema Fake-Shops finden Sie hier

Außerdem sprach die Verbraucherzentrale bereits Abmahnungen wegen
wettbewerbswidrigen Verhaltens gegen Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln aus. Die Anbieter hatten damit geworben, dass man mit den Nahrungsergänzungsmitteln gegen das Corona-Virus vorbeugen könne.

Zudem gab es vermehrt Fälle, in welchen Betrüger sich am Telefon als Mitarbeitende der Verbraucherzentrale Berlin ausgaben. Dabei wurde den
Verbraucherinnen und Verbrauchern erklärt, sie hätten hohe Zahlungsverpflichtungen – beispielsweise aus einem Glücksspiel-Abo. Dann wurde die Lösung präsentiert: Die Verbraucherzentrale habe sich angeblich schon eingeschaltet und einen Vergleich mit dem Gläubiger ausgehandelt. Die Zahlungsverpflichtungen seien dadurch nur noch sehr gering. Die Verbraucher werden dann aufgefordert das Geld einem angeblichen Mitarbeiter der Verbraucherzentrale zu übergeben, um die Sache endgültig aus der Welt zu schaffen.

Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Berlin treten Fälle wie der letztgenannte gerade vermehrt auf, da die Betrüger darauf setzen, dass aufgrund der Corona-Krise eine höhere Verunsicherung in der Bevölkerung besteht.

Weitere Informationen zu derartigen Fake-Anrufen gibt es hier:

https://www.verbraucherzentrale-berlin.de/node/11112
Die Verbraucherzentrale Berlin bietet Rat und Unterstützung an. Unter
www.verbraucherzentrale.de stehen regelmäßig aktualisierte Informationen zu den Folgen der Corona-Pandemie für Verbraucher*innen zur Verfügung.
Ein Termin für eine individuelle telefonische Beratung kann unter der Servicenummer 030 214 85 0 (Mo-Fr 10-16 Uhr) oder online unter vereinbart werden.