Mit Blick auf die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 20. September 2026 hat sich der Berliner Fußball-Verband mit sportpolitischen Forderungen an die demokratischen Parteien der Hauptstadt gewendet. Das Papier wurde gemeinsam mit Vertreter der Berliner Fußballvereine im BFV-Beirat erarbeitet, adressiert die Themen Flächenentwicklung und Sportinfrastruktur, Verwaltungsmodernisierung und Entbürokratisierung sowie Ehrenamt und Engagement und nennt konkrete Handlungsbedarfe. Das Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für die rund mehr als 400 BFV-Mitgliedsvereine nachhaltig zu verbessern. Als größter Sportverband und wichtigster Nutzer der ungedeckten Sportanlagen der Hauptstadt unterstützt der BFV mit seinem Vorstoß vollumfänglich die sportpolitischen Forderungen des Landessportbundes Berlin (LSB).
BFV-Präsident Bernd Schultz betont: „Mehr als 240.000 Menschen sind Mitglied in einem Berliner Fußballverein. Darüber hinaus bewegt dieser Sport viele weitere Menschen, die nicht Teil der organisierten Strukturen sind. Der Fußball leistet jeden Tag einen wichtigen Beitrag für Bildung, Gesundheit, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Damit unsere Vereine ihre Aufgaben auch künftig erfüllen können, brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen und mehr politisches Engagement. Wir schöpfen das gesellschaftliche Potenzial, dass der Sport bietet, nicht voll aus – deshalb sind unsere Forderungen zugleich ein Angebot an die künftigen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger: Lasst uns dieses Potenzial entfalten!“
Der BFV sieht insbesondere bei der Entwicklung und Modernisierung der Berliner Sportstätten erheblichen Handlungsbedarf. Dazu gehören der gezielte Abbau bestehender Sanierungsrückstände, die (Re)-Aktivierung von brachliegenden Anlagen und Potenzialflächen und die schnelle Fertigstellung zentraler Projekte wie des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks oder der Willi-Sänger-Sportanlage.
Neben infrastrukturellen Themen setzt sich der BFV für eine Modernisierung der Verwaltungsprozesse ein, um Vereine, die sich in Eigenleistung engagieren wollen, stärker zu unterstützen. Zudem muss es zu einer Vereinheitlichung der Verfahren in den Berliner Bezirken kommen.
Zur Stärkung des Ehrenamts fordert der BFV ein klares politisches Bekenntnis sowie eine Anerkennungskultur mit spürbaren Vorteilen, wie etwa eine kostenfreie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs oder die Schaffung von Zeitbudgets für freiwilliges Engagement.