Aufführung „TraumesHeimat“ in Berlin am 08 04 2018

Wir möchten Sie sehr herzlich zu der nächsten Aufführung von „TraumesHeimat“ einladen. Nach einer sehr erfolgreichen Premiere am 04.03., die vollständig ausgebucht war, gibt es nun für alle, die es noch nicht gesehen haben, die Möglichkeit gemeinsam mit uns in die russlanddeutsche Geschichte einzutauchen.

Am Sonntag 08.04.2018 um 18.00 Uhr im Artcafé Aviator (Lindower Str. 18, 13347 Berlin-Wedding)

Die Plätze sind begrenzt, deshalb bitten wir um eine kurze Anmeldung unter reservierung@traumesheimat.de

„TraumesHeimat“ ein dokumentarisches Theaterstück nach Biografien russlanddeutscher Einwanderer

Sie legen Tausende Kilometer zu Fuß, trotzen den harten Wintern und bauen fern ihrer Heimat, in welcher ein jahrelanger Glaubenskrieg und Hunger herrschte, eine neue Existenz auf. Sie wurden von einer mächtigen Frau eingeladen, die ihnen Land und viele Freiheiten versprach. Es ist 1770 und diese Menschen verlassen gerade Mitteleuropa, um im Osten des Kontinents ganz von Vorn anzufangen. Sie sprechen viele verschiedene Dialekte und ein Deutschland, zu dem sie sich später zugehörig fühlen werden, gibt es noch nicht. Erst an der Wolga angekommen, werden sie zu „den Deutschen“, ihre Identität wird ab jetzt durch ihre fremdartige Sprache und Kultur geprägt, inmitten des russischen Zarenreiches. Das Land, welches sie freundlich aufnahm veränderte sich drastisch, Revolution, Kollektivisierung und Hunger, Zweiter Weltkrieg, Deportation und Arbeitslager.

Ein Leidensweg nahm seinen Lauf…

Für das Stück «TraumesHeimat» wurden Interviews mit Deutschen aus Russland in vielen Städten der Bundesrepublik geführt, um die Geschichte derer zu erzählen, die wieder zurückgekommen sind. Es wird nicht nur die Geschichte einer Auswanderung erzählt, sondern auch die der Einwanderung nach mehr als 250-jähriger Abwesenheit. Die mehrfach preisgekrönte Regisseurin Natascha Bondar setzt ein Mosaik aus Biografien, authentischer traditioneller Musik, Filmaufnahmen und Bildcollagen und erschafft somit ein polyphones Bild, um der Wirklichkeit dieser Menschen näher zu kommen.

Regie und Dramaturgie: Natascha Bondar
Schauspiel: Michal Florczyk, Julia Gorr, Georg Haubner, Eugen Knecht, Alexandra Pyatkova, Elizabeth Rudi
Musik: Bernd Eichler, Rainer Waldow (Die Windbeutel)
Videocollage: Evgenija Rybakova
Kostümdesign: Milana Bukharova

Nach Biografien von Dr. Anton Bosch, Albert und Nelle Konstanz, Willy Muntaniol, Lydia Rudi und Valentina Schmidt

Gesponsert von HORIZON FOUNDATION aus Niederlanden und der STIFTUNG ZEITFOKUS
Unterstützt durch die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V., Club Dialog e.V.,
Lyra e.V. und die Jugendorganisation der LMDR Berlin-Brandenburg

Eintritt: 10€, für Mitglieder von LmDR e.V., Lyra e.V. und Club Dialog e.V. nur 5€